Seiten

Profil

  • : der_torte
  • der-torte
  • : männlich
  • : 9/08/1984

Kategorien

Kalender

Mai 2008
M D M D F S S
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  
<< < > >>

Feeds

  • Feed RSS 2.0
  • Feed ATOM 1.0
  • Feed RSS 2.0
Donnerstag, 15. mai 2008
Nun, wie ihr seht, gibts ein neues Design.

Ich will damit die Lesbarkeit steigern, da es zumindest für mich einfacher ist, weiß auf schwarz zu lesen als umgekehrt. Dies soll in keinster Weise auf irgend Eine seltsame Gesinnung meinerseits hindeuten!

Zudem Gibt es ab sofort die Möglichkeit, Newsletter zu empfangen. Dies ist für die Leute interessant, die immer auf dem neuesten Stand sein und schnellstmöglich erfahren wollen, ob es einen neuen Eintrag gibt. (Dass es auch Feedreader gibt, lasse ich an dieser Stelle unerwähnt!)

So long, and thanks for the fish,
der Torte

An dieser Stelle möchte ich auch den Blog vom Neudenker empfehlen. Klare Gedanken, immer wieder unterhaltsam und herausfordernd. Meine Empfehlung: Lesen!
von Torsten Geiger veröffentlicht in: Generell
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 15. mai 2008
Katrin
Und wieder ist eine Woche um. Die Zeit rast! Heute Morgen war normal Unterricht. Im dritten Block waren wir bei Solomon und haben unsere Reiseroute für die nächsten Wochen besprochen. Nächstes Wochenende sind wir in Kanyakumeri, danach in Ooty (hoffentlich können die YMCAler da mit, Solomon ist noch nicht so begeistert davon.) Das letzte Juliwochenende verbringen wir in Madurai, zusammen mit Femke. Dort treffen wir Shamila. Vom 16. bis 19. August sind wir in Dehli und sehen hoffentlich auch den Taj Mahal. Anschließend sind wir vom 20. bis 23. August in Kerala. Danach sind wir für 12 Tage auf Field Work. Dann noch Reflektion, Packen und Tschüß. Ich glaube die Zeit wird schneller vergehen als wir gucken können. Nach dem Unterricht waren Torsten und ich in einem christlichen Buchladen. Die Bücher waren nicht so berauschend, aber die CD´s und Aufkleber waren toll. Sieben CD´s für ca. 20 Euro. Dafür bekommt man in Deutschland max. 2 CD´s. Und alle waren original. Danach waren wir mit den YMCA´lern „Cold Coffee“ trinken. Immer wieder ein Genuss. Dort konnte ich eine Frucht probieren, den Namen habe ich leider vergessen, welche ich das erste Mal im Zug nach Chennai zu Gesicht bekam. Sieht von außen aus wie eine Kartoffel und schmeckt gut. Nach was, konnte ich nicht identifizieren. Dank Haston haben wir jetzt auch eine Simcard für unser Handy, welches uns Solomon geliehen hat. Das ist hier alles nicht so einfach. Eine Story, die mich erschrecken lässt: In vielen Gebieten wird, wenn ein Junge geboren wird gefeiert und es gibt Süßigkeiten. Wenn ein Mädchen geboren wird, wird nicht gefeiert und es gibt auch keine Süßigkeiten. Den Tag über gab es immer wieder Momente, wo ich überhaupt nicht gut drauf war. Ich bin müde und sowohl Torsten als auch mir passieren immer wieder Sätze und Tonfälle, die nicht so gemeint sind. Nur weil wir gereizt sind. Das dar nicht normal sein. Ich glaube das liegt wirklich daran, dass wir total überarbeitet sind. Zum Glück kann ich Morgen bis 10.00 Uhr schlafen.

Torsten
23:10 Uhr

Wieder ist ein Tag vorbei. Er begann gut, denn aus Mangels eines Schlüssels musste das Yoga leider (oder zum Glück?) ausfallen. Stattdessen haben wir ein paar kurze Übungen in Aerobics gemacht, bevor wir mit fast allen YMCAlern, dem Yogalehrer und Solomon Benjamin, der später dazu stieß, einen Tee trinken gegangen sind. So kann es öfter sein! Bible 1 erinnerte mich mal wieder an das Privileg, am Kolleg studieren zu dürfen, mit all den sehr guten Dozenten. Die meisten der BD-Studenten können wir locker in die Tasche stecken mit der Ausbildung, die wir genießen.

Am Nachmittag nach der Sermon Evaluation sind wir in den Buchladen gegangen. Es war mal wieder bereichernd, 7 CDs sind nun unser, mit den 3 von gestern schon 10. Tolle Sache, denn die sind hier unglaublich billig. Zurück am UTC sind wir kurze Zeit später wieder zu unserem traditionellen Cold Coffee aufgebrochen. Und nach dem Abendessen fanden sich Katrin, Haston und ich erneut in der Stadt, um eine SIM-Card für Solomon Benjamins Handy zu kaufen [das er uns freundlicherweise in der Zeit unseres Indienaufenthaltes zur Verfügung stellt]. Danach sind Katrin und ich noch ins Internet gegangen. Nachdem ich Katrin um kurz nach neun ins Bett gebracht habe, habe ich über Skype noch über eine Stunde mit meinen Eltern telefoniert. War mal gut, mit anderen als Katrin deutsch zu sprechen und die Gedanken auszutauschen. Dies war sicher nicht der letzte Anruf!

Oft denke ich an zuhause, in Deutschland. Der Wunsch nach Hygiene wird immer lauter, mal wieder richtig Duschen, sauberes Wasser, gewöhnliches Essen. Aber nur noch zwei Monate, die uns um einige Erfahrungen reicher machen, bevor es wieder zurück nach „good old Europe“ geht. Davor liegen noch mehrere Reisen vor uns, auf die ich mit gemischten Gefühlen blicke. Einerseits sehen wir so mehr von Indien, andererseits bedeutet das jedes Mal wieder Umstellungen und Veränderungen im Essen und Unterbringung, sowie das Klima. Aber was kann uns schaden, solange Gott an unserer Seite ist!

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Mittwoch, 14. mai 2008
Katrin
Wir starteten ganz normal mit dem Unterricht. In „Communication“ bei Sham P. Thomas hatten wir echt unserern Spaß. Ein Zitat aus dem Unterricht: „Why Jesus can´t walk on the water when he come back? He will sink, because he had all sin on his feet.“ [Warum kann Jesus wenn er zurück kommt nicht auf dem Wasser gehen? Er würde sinken, denn er hat alle Sünden an seinen Füßen.] Danach hatten wir „Feminist Theology“ und Rini Ralte sagte: „Ich sage Gott Vater, weil er für mich die Vaterfigur ist. Aber ich sage auch Gott Mutter, weil sie Eigenschaften einer Mutter hat, z.B. fürsorglich. Im indischen Kontext kann ich sie auch verstehen. Das Gott Vater/Mutter rührt aus dem Verständnis/ den Erfahrungen her, welche von Vater und Mutter bestehen. Hier in Indien ist die Frage nach Gott Vater/Mutter deshalb so groß, weil der Blick auf die Charakteristik von Mutter und Vater so unterschiedlich ist. Für uns im deutschen Kontext sind Mutter und Vater genauso für Fürsorge, selbstbewusst, mahnen, … verantwortlich. Die Charakteristik geht an den meisten Stellen nicht auseinander. Deshalb habe ich nicht das Problem, ob Gott jetzt Vater oder Mutter oder beides ist. Aber schaut man in unsere Jugendarbeit, da können wir Gott als Vater oft nicht mehr nehmen, weil einige Kinder mit Vater nicht fürsorglich verbinden. Vielleicht wäre es manchmal sogar ratsam Gott Mutter zu verwenden? Aber irgendwie ist die Frau trotzdem total durch den Wind. Ihr sind in dieser Stunde einige mistakes [Fehler] passiert und alle lagen flach vor lachen. Als sie mich zum hundertsten Mal Christin nannte und ich sagte, dass mein Name Katrin ist, fragte sie mich wo in die Tabelle, die wir gerade ausfüllten, denn das Katrin rein gehöre. Zu Symbolen oder Metaphern? Und wieder lag alles flach. Irgendwie tat sie mir leid. Am Nachmittag nach den YMCA Studies sollte der Deutschunterricht stattfinden. Aber wegen einer Gartensäuberungsaktion, die ausgerechnet in die Zeit gelegt wurde, waren nur drei Leute da. Ich war echt sauer auf den Schulsprecher (von Studierendenseite). Ich habe ihn dann gebeten die nächsten Wochen nichts in diese Zeit zu legen. Wenn die Schule da etwas reinlegen würde, OK, sie hat mehr Autorität als wir. Aber das wird sie kaum machen, denn die meisten Dozenten schätzen es sehr, dass wir deutsch unterrichten. Am Abend war Fellowshipgroup [Hauskreis]. Das war noch schlechter als das letzte Mal. Nur rum sitzen, essen, gehen. Vor der Fellowshipgroup wollte ich eigentlich Klavier spielen, konnte aber J.J. Sebastian nicht finden und hatte so keinen Schlüssel für den Raum wo das Piano steht. So bin ich in die Kapelle gegangen und habe die Orgel ausprobiert. Es ist gar nicht so schwer wie ich gedacht hatte. Nach dem Abendessen trafen Femke, Torsten und ich uns zum gemeinsamen singen. Dank Henne haben wir ja ein paar tolle Lobpreislieder per Mail bekommen. Man glaubt es kaum, aber das Päckchen an Carina hat seinen Weg begonnen. Sampson, Solomons Gehilfe, hat es tatsächlich geschafft, dass die Post es sendet. Noch eine kleine Beobachtung: Die uns bekannten Inder zählen alle, für uns, falsch herum. Sie beginnen nicht mit 1 und dem Daumen, sondern mit 1 und dem kleinen Finger.

Torsten
21:45 Uhr

Bin tot müde. Der Tag heute war lang und anstrengend. Nicht der Unterricht am Morgen, eher der Nachmittag. Nach der YMCA-Class hätten wir eigentlich Deutsch gehabt, was aber aufgrund einer Garten-Säuberungsaktion aus Mangel an Teilnehmern (insgesamt 3!) ausfallen musste. Katrin war sehr gefrustet, aber leider können wir nichts machen, da dies ein freiwilliges Angebot ist ohne irgendwelche Anerkennung von Seiten der Schule oder der anderen Studierenden. Mir war dies ganz recht, konnte ich doch so einen Stadtbummel unternehmen. Nachdem ich erfolglos in der Cunningham Road beim Canon-Laden nach einem Batteriegriff suchte, konnte ich eine Nachfüllpackung Moskitoabwehr für Katrin erstehen. Da der Abend noch jung war (17:45, etwa) beschloss ich, den Buchladen aufzusuchen, der etwa 15 Minuten vom UTC entfernt liegt. Als ich aus der Cunningham Road dort angekommen war und schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, ihn zu finden, konnte ich dort nach längerem Stöbern das Buch „My Utmost for his Highest [Mein Äußerstes für sein Höchstes]“ von Oswald Chambers erstehen, mein lang gehegter Traum. Daneben fand ich noch 2 CDs von Delirious und eine von Michael W. Smith. Und drei Aufkleber. So erfolgreich bin ich ans UTC zurück gegangen. Nach dem Abendessen trafen wir uns mit Femke bei mir im Zimmer, um gemeinsam ein bißchen zu singen. War schön, auch wenn Katrin die meisten Lieder zu schnell spielt und ich heute keine gute Stimme hatte, da ich ein wenig erkältet bin. Deshalb muss ich jetzt auch schlafen, denn der morgige Tag wird voll und beginnt mit Yoga. Darauf habe ich so gut wie keine Lust. Muss aber wohl sein. Leider.

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Montag, 12. mai 2008
Katrin
Es ist 9.50 Uhr. Eigentlich nicht die Zeit zum Tagebuch schreiben. Aber heute ist nicht unser Tag. Torsten geht es nicht gut. Er hat Durchfall und fühlt sich gerade wegen hygienischen Bedingungen, Essen, Sprache, Menschen und den Rassen- und Kulturkonflikten nicht wohl. Mir geht es auch nicht wirklich besser. Ich habe Verstopfung und Bauchschmerzen. Voll ätzend. Dazu kommt, dass ich grad keine Lust mehr habe, hier zu sein. Ich habe keine Lust mehr auf den Unterricht, die Leute, … Mich kotzt es an, das Frauen und Männer hier so unterschiedlich behandelt werden. Selbst hier am UTC. Einige Männer grüßen die Mädchen nicht und so mich auch nicht. Wenn Torsten und ich zusammen auftreten, sprechen die meisten zu ihm, mit ihm, aber nicht wirklich mit mir und gucken dann komisch wenn ich auch etwas dazu sage. Und die dummen Anmachen, von wegen „Träumst du von mir, du musst dir mich vorstellen, damit du von mir träumst“, oder andere Kommentare, das können sie sich echt sparen!

Nun ist es 21.15 Uhr und ich falle tot müde ins Bett. Wenn ich wie die anderen Studenten jetzt noch lernen müsste, würde ich irgendwann umfallen. Die Einstellung von Sham P. Thomas1 und wahrscheinlich vieler anderer Lehrer passt gut zu diesem Thema: „Eine Stunde Unterricht bedeutet drei Stunden Nacharbeit.“ Das bedeutet bei vier bis sechs Stunden Unterricht zwölf bis achtzehn Stunden Nacharbeit pro Tag. Das macht schon allein achtzehn bis vierundzwanzig Stunden lernen am Tag. Dann noch essen, Gemeinschaft, … Und wann soll man noch schlafen? Ein weiterer Kommentar von Sham P. Thomas, und der ist harte Realität: „In Indien, wenn du als Mann einem Mann um die Schulter fasst und ihr über den Campus lauft, sagt keiner was. Wenn ein Mann einer Frau um die Schulter fasst und diese über den Campus laufen, gucken dir 150 Leute hinterher.“ In Deutschland würden die Menschen eher komisch gucken wenn zwei Männer Hand in Hand laufen. Sehr krass finde ich auch: Aufstehen wenn der Lehrer den Raum betritt. Was bei Herrn Eilert2 Spaß ist, ist hier bitterer Ernst. Ein weiteres Problem einer Frau: Egal ob deine Präsentation im Unterricht gut war, wenn du eine Frau bist, wird dir das nicht gesagt. Sei ein Mann und du kommst aus dem Händeschütteln nicht mehr raus. Dafür war das Field Visit heute echt toll. Leider konnte Torsten nicht mit, weil sein Magen immer noch nicht gut und er übermüdet war. Ich hoffe es geht ihm morgen wieder besser, ich mache mir echt Sorgen um ihn. Von 15.30 Uhr bis 17.00 Uhr haben wir, oder sollte ich besser sagen, ich, gesungen, getanzt und gespielt. 30 bis 40 Kinder und alle waren dabei. Man kann die Kinder hier so einfach begeistern, dass freut mich so. Mit „King of Kings“, „Uk alele“ und „There was a boy“ hatten wir jede Menge Spaß. Femke spielte dann noch eine abgewandelte Form von „kotzendes Känguru“ mit ihnen und Diamond (sein Name sagt schon wie er ist, total schleimig) sang noch mit ihnen „making Melody“. Danach bekam ich sogar ein Lob von Diamond, aber es stellte ich schnell raus, dass er es nutzte um sich toll dazustellen. Aber trotzdem habe ich die Jungs ein wenig davon überzeugen können, dass Frauen auch was drauf haben.

1 Lehrer für Kommunikation am UTC.

2 Lehrer für z.B. Psychologie am CVJM - Kolleg


Torsten
22:10 Uhr

Ein seltsamer Tag neigt sich dem Ende entgegen, ich habe sehr gemischte Gefühle. Zum Einen ging es mir heute nicht so gut und ich lies das Field Visit zugunsten eines erholsamen, mehr als 3,5h dauernden Schlafes ausfallen. Ich merke, dass mein Körper diese Zeit der Ruhe benötigte, denn eigentlich hatte ich nicht vor, so viel zu schlafen und vor allem nicht so schnell einzuschlafen. Kaum war Katrin um 14:45 Uhr aus dem Zimmer, war ich auch schon weg. Geweckt wurde ich dann von ihrem Zurückkommen nach dem Field Visit. Danach sind wir beide, mit Mike und Mathew im Schlepptau, Cold Coffee trinken gegangen. Eine schöne, erholsame Zeit. Nach dem Abendessen hatte ich meine Duschzeit. Diese Zeit nehme ich mir anstatt des schlecht organisierten Hostel Prayers, da ich da noch warmes Wasser bekomme. Dies muss sein, ich genieße es jedes Mal aufs Neue, weil ich in diesen Minuten Ruhe finde. Die Ruhe ist in Indien sowieso ein Thema. Es gibt schlicht und ergreifend keine. Leider. Immer ist irgend etwas los, seien es die Autorikshas, die hupenden Züge oder nur die Studenten, die laut redend, oder noch schlimmer, nachts jaulend wie Hunde durchs Hostel rennen. So freue ich mich, noch vor sauberen Klos, Duschen und hygienischem Essen, auf Ruhe. Nach dem Duschen sind Katrin (die schon vor gegangen ist) und ich ins Internet gegangen, wo ich, nachdem ich Katrin früher ins Bett gebracht habe, den Versuch unternommen, parallel die Regeln von Cricket zu verstehen und den Rechner von Solomon Benjamin einigermaßen virenfrei zu bekommen. Ich hoffe, dass er jetzt wieder gesund ist, die Sache mit den Cricket-Regeln muss ich mir in der nächsten Zeit noch einmal anschauen. Cricket ist hier vergleichbar mit Fußball in Deutschland.

Mich beschäftigt seit ein paar Tagen die inklusive Sprache, d.h. eine Sprache, bei der keine Trennungen von weiblich und männlich gemacht werden. Dies ist in Deutschland eigentlich in den meisten Fällen der Fall, im englischen jedoch ein echtes (scheinbares) Problem. Diese inklusive Sprache geht so weit, dass sie selbst das Bild von Gott als Vater versucht, neutral, ohne Geschlecht darzustellen, bzw. Gott als Vater/ Mutter zu sehen. Sozusagen Gott als meine Eltern. Seltsam, denn so geht das Bild, beziehungsweise die Identifikationsperson verloren. Ich will Gott als Person, nicht als Sache oder Ding anbeten. Gott ist Gott, der Liebende. Irgendwie ist es lächerlich, Gott als Mutter anzubeten. Und Bibelstellen, die Gott als Mutter zeigen, sind auch nicht wirklich vorhanden. Zumindest wurden die uns bisher vorenthalten. Vielleicht kommen noch welche.

Katrin ging es heute wieder deutlich besser, sie war beim Field Visit und hat die Kinder motivieren und mit Herzblut bei der Sache sein können. Sie ist einfach für Kinder geboren und genießt es, Spaß mit ihnen zu haben.

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Sonntag, 11. mai 2008
Katrin
Für mich war der Tag nicht so toll, denn ich lag fast den ganzen Tag mit Magenkrämpfen im Bett. Zum Glück konnte ich bei Torsten im Zimmer liegen, so dass er sich lieb um mich kümmern konnte. In meinem Zimmer wäre ich voll isoliert gewesen, da ins Frauenwohnheim ohne Erlaubnis keiner rein darf und schon gar kein Junge. Manchmal frag ich mich, was die anderen Jungen denken, so oft wie ich bei Torsten bin. Aber ganz ehrlich, es ist mir auch egal. Wenn sie ein Problem damit haben, sollen sie es sagen, aber das würden sie wahrscheinlich nicht tun. Ich dachte in den dritten Block kann ich wieder gehen, aber danach lag ich wieder flach. In YMCA Studies haben wir heute Morgen einen Film über den Kampf zwischen Moslems und Hindus gesehen. Der war ganz schön krass! Aber es ist gut, mal mit solchen Themen konfrontiert zu werden. Man hört zwar oft von diesen Problemen, aber vorstellen kann man sich das nicht. Torsten und ich haben uns heute über unser Beziehungsleben hier unterhalten. Es ist echt nicht leicht, als Paar hier zu leben, ohne es wirklich ausleben zu können. Es ist schwierig, den richtigen Mittelweg zu finden und wie man mit dem Anderen in den uns fremden Situationen umgeht. Nach unserem besonderen Tag ist es wohl etwas aus der Bahn geraten und wir haben sehr viel Zeit mit kuscheln verbracht. Aber damit kann weder ich noch Torsten wirklich umgehen, weil ja auch keiner mitbekommen darf, dass wir zusammen sind. Wir haben uns darauf geeinigt, es wieder so zu handhaben wie am Anfang hier. Am Morgen und Abend eine Umarmung und natürlich wenn es dem andern nicht gut geht. Wir müssen viel mit einander reden, wie geht es dir?, wie geht es uns?. Vor allem müssen wir auch Dinge zu zweit unternehmen, um Zeit für einander zu finden. Noch einmal zum Thema Magenkrämpfe. Gestern hatte ich noch beim Tee gesagt, zum Glück geht es uns gut und wir haben kaum Probleme mit dem Magen, aber nun ist es doch da! Heute Abend hab ich mal wieder Hostelprayer und Bhajanpraktis ausfallen lassen, denn schlafen ist gerade wichtiger. Und ehrlich gesagt, kann ich beidem nicht wirklich viel abgewinnen.

Torsten
21:20 Uhr

Jaulende Geräusche kommen von einem der Nachbarzimmer. Der Kenner würde diese als „Gesang“ identifizieren, besser: Bhajan-Übungen. Schrecklich, um ehrlich zu sein. Die heutige Bhajan-Practice festigte mich nur darin, nur dann zu gehen, wenn ich nach der Rota dazu dran bin, mit ein paar anderen armen Kerlen am nächsten Morgen mitzujaulen. Ich weiß nicht, warum man sich das antut. Unorganisiert, chaotisch, laut. Das beschreibt diese Übungseinheit am Besten.

Katrin hatte heute den ganzen Tag Magenprobleme und war fast die ganze Zeit in meinem Bett. Ich versorgte sie, so gut es ging, allerdings habe ich mir eine kleine Erkältung eingefangen, höchst wahrscheinlich wegen des Temperaturwechsels von Chennai nach Bangalore. Auch mein Magen war nicht so gut auf mich zu sprechen heute. Zum Glück ging die Zeit schnell vorbei und wir hatten nur wenige Stunden heute. Am Nachmittag schauten wir einen Film über den Konflikt zwischen Moslems und Hindus in Indien. Schon irre, in einem Land zu wohnen, in dem es scheinbar zwischen allen Religionen, Klassen, Rassen und Kasten Konflikte gibt. Zum Glück leben wir im relativ friedlichen Deutschland.

In der Hoffnung, trotz des Gejaules von außen, gepaart mit unrhythmischem Klatschen, schlafen zu können, gehe ich jetzt ins Bett.

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Samstag, 10. mai 2008
Katrin
Der Tag war eigentlich ganz normal, bis es Abend wurde. Erst haben wir Volleyball gespielt. So langsam verstehen auch die Max und Gladwin1, was Volleyball spielen heißt. Es ist eben Movement [Bewegung] und nicht Association – das heißt man muss sich beim spielen auch bewegen. Nach dem Abendessen war ich im Internet. Mein Highlight heute war, dass ich mit meinen Eltern und meiner Schwester in Konferenz über Skype telefonieren konnte. Es tat richtig gut, sie seid einem Monat mal wieder zu hören. Leider geht das nicht jeden Tag. Obwohl das wahrscheinlich auch besser so ist. Nicht so toll war, dass ich in dem Haus, in welchem das Büro ist, eingeschlossen wurde, obwohl Licht brannte und die Tür zum Büro offen stand. Zum Glück hörte mich ein amerikanischer Gast um Hilfe rufen. Als dann auch noch wieder mal Stromausfall war und ich allein im Dunkeln stand, war der Horror für heute Abend komplett!

1 Zwei der YMCAler.


Torsten
22:05 Uhr

Die Tage am UTC fliegen nur so dahin. Schon wieder ist einer vorbei. Der Tag begann mal wieder viel zu früh, hatten wir doch eigentlich noch Schlaf nachzuholen vom Wochenende. Und statt Yoga war heute überraschenderweise Aerobics dran. Also im Tiefschlaf Sport. Der Unterricht war heute, mit Ausnahme von YMCA Studies (George Williams und die Entstehung des YMCA) recht langweilig. Am späteren Nachmittag fanden sich ein paar Leute zum Volleyball ein, hat Spaß gemacht. Das wars heute auch schon wieder, ein kurzer, schneller Tag ist zu Ende.

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Freitag, 9. mai 2008
Katrin
Zurück in Bangalore. Ein sehr schönes Wochenende geht zu Ende. Ich habe es sehr genossen. Nicht nur Prem wieder zu sehen, sondern auch in seiner Familie wohnen zu dürfen. Am Morgen habe ich mit Prems Frau Chappati gemacht. Danach waren wir in der St. Thomas Church [Kirche] im Gottesdienst. Dieser hat mir gut gefallen. Doch während der Predigt habe ich mich gefühlt, wie letztes Jahr im Jesuszentrum.1 Der Prediger ist nur vorne hin und her gerannt und hat ständig Halleluja geschrien. Hat nur noch gefehlt, dass die Menschen anfangen, vom Heiligen Geist erfüllt, umzufallen. Prem und seine Frau haben uns zum Abschied sehr schönen Schmuck geschenkt. Die Zugfahrt zurück nach Bangalore war eindeutig angenehmer. Denn wir konnten am Fenster sitzen und so etwas mehr Luft bekommen. Aber ehe wir unsere Sitzplätze hatten, dauerte es sehr lange. Wir waren auf der Warteliste und mussten so an allen Waggons an langen Listen gucken, ob wir noch einen Platz bekommen haben. Aber es hat alles geklappt.

1 Pfingstgemeinde in Kassel


Torsten
22:10 Uhr

Endlich wieder „zu hause“ am UTC. Seltsam, aber das UTC ist richtig unser Zuhause geworden. Eine Art Zufluchtsort in der lauten Welt.

Der heutige Tag begann mit dem Frühstück, Reis, bei Prem zu hause. Danach sind wir in den St. Thomas Gottesdienst gegangen. Ein wesleyanischer Gottesdienst mit einer charismatischen Predigt. Der Prediger redete, schrie, eine dreiviertel Stunde über die Endzeit und dass wir uns alle rüsten sollten. Genau das, was ich gerade nicht brauchte. Endzeitstimmung ist nicht gerade das, was ich gerne höre. Weil wir können sowieso nichts daran ändern, wann Jesus wiederkommt. Nach diesem Gottesdienst ging es zurück zu Prem. Dort bekamen wir Gastgeschenke überreicht. Katrin eine tolle Kette und Ohrringe, ich einen Ring. Dieser war allerdings etwas zu groß, weshalb Prem mit mir zu dem Juwelier fuhr, um einen anderen, bzw. den Gleichen, nur in einer anderen Größe zu besorgen. Bei dem Juwelier fand ich auch noch eine Silberkette, die zu meinem kleinen Kreuz, das ich mir gestern auf dem Mt. St. Thomas erstanden habe, passt. Nach dem Mittagessen (Chappatti, von Katrin selbst gemacht!!) mussten wir auch schon wieder gehen. Das Wochenende war toll, nur leider viel zu heiß. Am Strand gestern fanden wir ein paar tolle Muscheln und Sand für Oma Erika. Die Familie von Prem wollte uns am liebsten da behalten und wäre das Klima etwas kühler, die Luftfeuchtigkeit niedriger und wir keine Studenten am UTC, wären wir glatt geblieben. So nahmen wir die 6 Stunden lange Zugfahrt wieder auf, voller guter, neuer Erinnerungen und jede Menge Briefe für Kollegiaten von Prem, der immer noch gerne an die Zeit am Kolleg zurückdenkt und das Kolleg am liebsten erneut besuchen würde.

Ich brauche jetzt dringend Schlaf, am Wochenende waren die Nächte leider sehr unruhig, laut und warm. Hier am UTC ist es deutlich kühler, sehr gut für Katrin und mich. Auch unsere Magenprobleme sind fast schon wieder weg.

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 8. mai 2008
So langsam wird die Reise nach Indien ja durchaus spannend, neue Eindrücke prallen auf Katrin und Torsten ein.
Da kommt dem geneigten Blogger die Frage in den Sinn:

Wer interessiert euch denn besonders am Lesen dieses Blogs? Welche Asoziationen bekommt ihr, welche Gedanken geistern euch durch den Kopf?
Und: Ist es überhaupt interessant, so viel Text zu lesen?

Schreibt doch mal! Mich würde es durchaus interessieren, wer denn unsere Abenteuer so verfolgt! Hinterlasst eure Kommentare, Anmerkungen, Fragen. Ich verspreche euch, dass ich jede Frage so gut wie mir eben möglich beantworten werde. Ich freue mich über zahlreiche Rückmeldungen!

Der geneigte Blogger, der sich irgendwie allein fühlt, wenn keiner kommentiert.

Für alle, die nicht genau wissen, wie das denn mit dem Kommentieren funktioniert, kommt hier die Anleitung:

1. Klick auf Kommentar hinzufügen:


2. Ein neues Fenster öffnet sich. Dort tragt ihr die erforderlichen Dinge und den Kommentar, den ihr hinterlassen wollt, ein. Als Abschluss noch die Sicherheitsgrafik richtig ablesen und in das Feld daneben eintragen und auf "diesen Kommentar veröffentlichen" klicken. Fertig ist der Kommentar.


3:  Das wars schon. So einfach geht kommentieren!


von Torsten Geiger veröffentlicht in: Generell
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    Trackback erstellen empfehlen
Donnerstag, 8. mai 2008
Katrin
Prems Frau gibt mir heute Abend einige Rezepte. Soeben hat sie mir eine Blumenkette aus Jasmin ins Haar gesteckt. Das tragen hier sehr viele Frauen. Das Frühstück war wirklich lecker. Da merkt man erst einmal, wie schlecht das Essen am UTC ist. Nach dem Essen bekam ich einen Kurs „indisch Kochen für Anfänger ganz praktisch“.

Die ganze Familie tat ihr Bestes, mir alles zu einfach und anschaulich wie möglich zu erklären. Anschließend waren wir auf dem St. Thomas Mountain. Hier war der Legende nach ein Jünger Jesu, Thomas der Zweifler. Er hat hier gepredigt und ist auch hier gestorben. Von hier aus konnte man den Flughafen von Chennai sehen und Flugzeuge, die sehr tief landeten und starteten, beobachten. Das freute vor allem Prems kleine Tochter und Torstens Fotokamera. Am Nachmittag erfüllte sich einer meiner Wünsche für Indien – einmal das Meer zu sehen. Wir waren am Marina Beach. Es war super, das Salzwasser zu riechen und an den Füßen zu spüren und im Sand barfuß zu laufen. Für Hannah, Prems Tochter war es das erste Mal, am Meer zu stehen und sie erschreckte sich fürchterlich, als das Wasser ihre Füße nass machte. Anschließend ging es im Einkaufszentrum shoppen. Hier ist es so heiß, dass uns, als wir aus dem Einkaufszentrum herauskamen, eine Hitzewand entgegenschlug.

Torsten Nachtrag vom 30. Juni

Wir sind endlich bei Prem!

Der Tag begann, wie jeder Freitag, um 6:15 Uhr mit Yoga. Gefolgt von Bible 1, zwei Vorträgen zweier Gruppen in Theologie und Ethik (Katrin + Gruppe: Interfaith in YMCA and Church, Ich + Gruppe: Prediagnosis of Embryo). War interessant, mein erster Vortrag auf Englisch. Hoffentlich folgen nicht so viele. Danach Library-Zeit, die wir allerdings mit Packen verbrachten und einer Stunde communication class bei einer Vertretungslehrerin, die über die Entwicklung von Medien von Anfang an referierte. War interessant.

Nach dem Mittagessen sind wir in Solomon Benjamins Büro, wo uns Samson (Sein Sekretär, oder besser: Botenjunge) zum Bahnhof brachte. Unser erstes Mal Zug fahren in Indien. Zweite Klasse. Pro Abteil 2 x 3 Plätze, war teilweise sehr eng und unbequem auf Dauer.

Eine dünne Matte als Unterlage war alles, was an Luxus da war und 31 Ventilatoren im Wagen. Die Zugfahrt, sehr ruckelig, dauerte mehr als 5 Stunden, eine gute Geduldsübung, da man nicht viel machen kann. Die Zugfahrt ist ein einziges Abenteuer. Der Spass ist, dass man nahezu alles im Zug bekommen kann. Von Chai, Kaffee, Blumen über Gemüse und Bücher wird vieles angeboten. Traurig, dass so viele Bettler mitfahren. Viele von ihnen könnten bei uns in Deutschland problemlos mit kaum Einschränkungen leben. So einer der Bettler, der ein amputiertes Bein hatte. Besser, ihm fehlte „nur“ die Wade. Knie und alles noch da. Bei uns könnte dieser Mann arbeiten und hätte eine Prothese und ein nahezu normales Leben. Hier gehört er zur zur absoluten Unterschicht und muss täglich hoffen, zu überleben.

 

Das Ankommen in Chennai war das nächste Wunder Gottes. Kurz vor Chennai betete ich zu Gott, da wir beide nicht wussten, wo wir aussteigen mussten und bat ihn, uns ein Zeichen zu geben, wann wir raus müssen. Durch Gottes Größe meldete sich ein Mitreisender, der die ganze Zeit still im Abteil saß und sprach auf Deutsch (!!!) zu uns und konnte uns sagen, wann wir raus müssen

.

So viel zu Gottes unendlicher Größe. Wir können hier voll auf ihn vertrauen!

 

Endlich in Chennai angekommen, erwartete uns Prem schon. Wir erkannten ihn sofort an der „Kommt“-Kappe. Er führte uns über den heißen Bahnhof in ein klimatisiertes Restaurant, wo wir Chappatti aßen. Danach ging es mit der Metro zu ihm nach hause. Dort angekommen, wurden wir der Verwandtschaft vorgestellt und hatten einen netten Austausch bis 23 Uhr. Nachdem wir dann geduscht hatten, war es Zeit für uns, ins Bett zu gehen, da der Tag sehr anstrengend und so voll mit neuen Eindrücken und Erfahrungen war.

 

Samstag, 30. Juni

22:30 Uhr

Schon wieder ist ein indischer Tag vorbei. Es war ein heißer Tag und mein Magen lässt mich etwas im Stich. Magenprobleme, die höchst wahrscheinlich vom zu wenig Trinken kommen.

 

Wir waren am Morgen beim Mt. St. Thomas, einem Berg, an dem angeblich der Apostel Thomas war. Die Aussicht war gut, wir konnten den Flughafen und ankommende Flugzeuge sehen. Nach dem Mittagessen sind wir an den Strand von Chennai gefahren. War super, der Sand leider verschmutzt, aber das Wasser warm, so dass wir unsere Füße ins Wasser hängen und am Wasser spazieren gehen konnten. Danach sind wir zur Shopping Mall „Spencer's“ gegangen, wo Katrin einen Rock + passendes Oberteil und ein weiteres Oberteil gekauft hat. Steht ihr sehr gut!

Ich gehe jetzt gleich schlafen, Katrins Magen macht leider auch ein wenig Probleme. Das wird am Wetter und der hohen Luftfeuchtigkeit, gepaart damit, dass wir viel zu wenig getrunken haben, liegen. Hoffentlich geht es uns morgen wieder besser.

 

Also ist dem Torsten doch nichts passiert, er hat es lediglich nicht geschafft, rechtzeitig einen EIntrag zu verfassen. Bleibt gespannt, was noch alles auf Katrin und Torsten zukommt!

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (2)    Trackback erstellen empfehlen
Mittwoch, 7. mai 2008
Katrin
Nach Yoga und Unterricht konnten wir es kaum erwarten, los zu fahren, zu Prem nach Chennai. Die Zugfahrt war sehr interessant. Ich habe mich gefühlt wie auf einem Marktplatz, nur dass wir nicht zu den Ständen gehen mussten, sondern die Stände zu uns kamen. Man konnte alles kaufen, von Gemüse, über Spielzeug, bis hin zu Büchern und Essen. Sechs Stunden Zug fahren, ist in Indien nicht gerade die relaxteste und ruhigste Sache. Auf der Fahrt haben wir Gottes Hilfe erfahren können. Wir wussten nicht, wo wir aussteigen müssen. Auf einmal fing der Mann gegenüber von uns an, fließend mit uns deutsch zu reden und konnte uns sagen, wo wir aussteigen müssen. Als wir am Abend in Chennai ankamen, sahen wir Prem sofort, denn mit seinem Kommt Festival Kapi, aus Deutschland, konnte man ihn nicht übersehen. Bevor wir zu ihm fuhren, waren wir noch lecker im Bahnhof essen. Das Essen war viel besser als am UTC. Bei Prem zu Hause wurden wir ganz lieb aufgenommen. Vier Generationen leben hier zusammen. Prem hat ein richtiges kleines Programm für uns entworfen. Die Nacht war sehr anstrengend, denn hier in Chennai ist sehr heiß und schwül. Ein komplett anderes Klima als in Bangalore.


An diesem Freitag passierte das, was in nächster Zeit vielleicht öfter passieren könnte: Ein Eintrag wurde nicht geschrieben. Deshalb gibt es heute keinen Eintrag von Torsten. Warum das so ist und ob etwas schlimmeres geschehen ist, erfahrt ihr in der nächsten Zeit. Nur so viel sei verraten: Beide Tagebuchschreiber kamen lebend aus Indien zurück!

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    Trackback erstellen empfehlen
Erstellen Sie einen Blog auf de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden