Der erste „richtige“ Schultag liegt hinter uns. D.h. 6:15 Yoga, also 6 Uhr aufstehen. Um 7:30 Frühstück, 8:20 Morgenandacht, 9:00 Unterricht bis 13 Uhr, Mittagessen, 14:30 Unterricht bis 16:00. Danach in die Stadt, Abendessen um 19:30, 19:50 Evening Prayer [Abendgebet], 20:20 Bhajan, 21:00 Bett. Das vorneweg, nun zu den Einzelheiten.
Yoga war interessant, bin gespannt, was da noch auf uns zukommt. Verschiedene Entspannungs- und Atemübungen.
Unterricht: Begann mit CVJM-Studien. Also die Geschichte des CVJM, gepaart mit der Frage „was ist CVJM?“ Spannend, unterhaltsam, besser als in D. Danach „Freistunde“, da der Lehrer für Bibel 1 nicht erschien. Also Zeit zum Studieren. Danach Church & Society. Gäbe es die Möglichkeit, ein Fach abzuwählen, dann dieses. Trocken, kaum verständliches Englisch. Darauf folgte Womans Studies. War heute nicht so interessant, Nachbesprechung des Films. Nach dem Mittagessen CVJM-Studien, der nächste Teil. Wieder gut, Solomon Benjamin hat es drauf. Danach trafen wir ein Mädchen aus Holland, die die nächsten 1,5 Monate mit uns am UTC ist. Sehr gut, sowohl für Katrin als auch für mich. Jemand Europäisches, der uns hilft, die Tage leichter zu ertragen. Muss ein Geschenk Gottes sein. Anders nicht zu erklären. Mit ihr (deren Name mir gerade nicht einfällt, Fawke oder so) und Ruben sind wir in die Stadt, Päckchen Versuch 2. Wäre alles gut gegangen, bis es zum Preis kam. Rs 2.800 für 1kg Schokolade. Viel zu viel. Etwa 40€. Beim nächsten Kurier (TNT) „nur“ rs 1.800. Wir haben das „Unternehmen Päckchen“ vorerst verschoben, vielleicht klappt es morgen, wenn wir es mit der Post probieren. Lieferzeit 2-3 Wochen. Dafür vielleicht annehmbare Preise. Sonst bekommen sie [unser Kurs und das Kolleg] nur eine Postkarte (per Post, rs 15). Und die Schokolade bringen wie im September mit.
Nach der Stadt waren Katrin und ich im Internet, den Freunden [= alle zu Hause Gebliebenen] von dem Spaß erzählen. Danach Abendessen und Evening Prayer. Dieser Evening Prayer, bzw. die Idee, dass ein Dozent oder Studierender dem ersten Jahrgang und allen Interessierten einen biblischen Gedanken bringt, fasziniert mich und lässt Pläne fürs Kolleg wachsen. Vielleicht lässt sich der Konzept in etwas abgewandelter Form (1x/ Woche, nach dem Mittagessen?) auch am Kolleg umsetzen? Der heutige Text stand in Kolosser 3,12-17. In allen Dingen, die wir tun, sollen wir Jesus danken und ihm Bitten, uns zu helfen. Amen dazu.
Dennoch schaue ich etwas besorgt in die kommenden Tage. Voll gepackte Stunden, kaum Zeit zum Atmen. Hoffentlich machen wir viele Ausflüge, um Indien noch mehr/ besser kennen zu lernen. Mir tun unsere Kollegen leid, die trotz des vollen Stundenplans noch Hausarbeiten (Assignments) schreiben müssen und sich viel intensiver als wir auf den Unterricht vorbereiten sollen. Aber auch für uns ist der Tag voll gepackt. Einerseits bin ich froh darüber, weil so die Zeit schneller vorbei geht, andererseits können wir Indien so nicht genießen.
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