Katrin
Nach Yoga und Unterricht konnten wir es kaum erwarten, los zu fahren, zu Prem nach Chennai. Die Zugfahrt war sehr interessant. Ich habe mich gefühlt wie auf einem Marktplatz, nur dass wir nicht zu
den Ständen gehen mussten, sondern die Stände zu uns kamen. Man konnte alles kaufen, von Gemüse, über Spielzeug, bis hin zu Büchern und Essen. Sechs Stunden Zug fahren, ist in Indien nicht gerade
die relaxteste und ruhigste Sache. Auf der Fahrt haben wir Gottes Hilfe erfahren können. Wir wussten nicht, wo wir aussteigen müssen. Auf einmal fing der Mann gegenüber von uns an, fließend mit uns
deutsch zu reden und konnte uns sagen, wo wir aussteigen müssen. Als wir am Abend in Chennai ankamen, sahen wir Prem sofort, denn mit seinem Kommt Festival Kapi, aus Deutschland, konnte man ihn
nicht übersehen. Bevor wir zu ihm fuhren, waren wir noch lecker im Bahnhof essen. Das Essen war viel besser als am UTC. Bei Prem zu Hause wurden wir ganz lieb aufgenommen. Vier Generationen leben
hier zusammen. Prem hat ein richtiges kleines Programm für uns entworfen. Die Nacht war sehr anstrengend, denn hier in Chennai ist sehr heiß und schwül. Ein komplett anderes Klima als in
Bangalore.
An diesem Freitag passierte das, was in nächster Zeit vielleicht öfter passieren könnte: Ein Eintrag wurde nicht geschrieben. Deshalb gibt es heute keinen Eintrag von Torsten. Warum das so ist und
ob etwas schlimmeres geschehen ist, erfahrt ihr in der nächsten Zeit. Nur so viel sei verraten: Beide Tagebuchschreiber kamen lebend aus Indien zurück!
von Torsten Geiger
veröffentlicht in:
Indien
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