Freitag, 9. mai 2008
Katrin
Zurück in Bangalore. Ein sehr schönes Wochenende geht zu Ende. Ich habe es sehr genossen. Nicht nur Prem wieder zu sehen, sondern auch in seiner Familie wohnen zu dürfen. Am Morgen habe ich mit Prems Frau Chappati gemacht. Danach waren wir in der St. Thomas Church [Kirche] im Gottesdienst. Dieser hat mir gut gefallen. Doch während der Predigt habe ich mich gefühlt, wie letztes Jahr im Jesuszentrum.1 Der Prediger ist nur vorne hin und her gerannt und hat ständig Halleluja geschrien. Hat nur noch gefehlt, dass die Menschen anfangen, vom Heiligen Geist erfüllt, umzufallen. Prem und seine Frau haben uns zum Abschied sehr schönen Schmuck geschenkt. Die Zugfahrt zurück nach Bangalore war eindeutig angenehmer. Denn wir konnten am Fenster sitzen und so etwas mehr Luft bekommen. Aber ehe wir unsere Sitzplätze hatten, dauerte es sehr lange. Wir waren auf der Warteliste und mussten so an allen Waggons an langen Listen gucken, ob wir noch einen Platz bekommen haben. Aber es hat alles geklappt.

1 Pfingstgemeinde in Kassel


Torsten
22:10 Uhr

Endlich wieder „zu hause“ am UTC. Seltsam, aber das UTC ist richtig unser Zuhause geworden. Eine Art Zufluchtsort in der lauten Welt.

Der heutige Tag begann mit dem Frühstück, Reis, bei Prem zu hause. Danach sind wir in den St. Thomas Gottesdienst gegangen. Ein wesleyanischer Gottesdienst mit einer charismatischen Predigt. Der Prediger redete, schrie, eine dreiviertel Stunde über die Endzeit und dass wir uns alle rüsten sollten. Genau das, was ich gerade nicht brauchte. Endzeitstimmung ist nicht gerade das, was ich gerne höre. Weil wir können sowieso nichts daran ändern, wann Jesus wiederkommt. Nach diesem Gottesdienst ging es zurück zu Prem. Dort bekamen wir Gastgeschenke überreicht. Katrin eine tolle Kette und Ohrringe, ich einen Ring. Dieser war allerdings etwas zu groß, weshalb Prem mit mir zu dem Juwelier fuhr, um einen anderen, bzw. den Gleichen, nur in einer anderen Größe zu besorgen. Bei dem Juwelier fand ich auch noch eine Silberkette, die zu meinem kleinen Kreuz, das ich mir gestern auf dem Mt. St. Thomas erstanden habe, passt. Nach dem Mittagessen (Chappatti, von Katrin selbst gemacht!!) mussten wir auch schon wieder gehen. Das Wochenende war toll, nur leider viel zu heiß. Am Strand gestern fanden wir ein paar tolle Muscheln und Sand für Oma Erika. Die Familie von Prem wollte uns am liebsten da behalten und wäre das Klima etwas kühler, die Luftfeuchtigkeit niedriger und wir keine Studenten am UTC, wären wir glatt geblieben. So nahmen wir die 6 Stunden lange Zugfahrt wieder auf, voller guter, neuer Erinnerungen und jede Menge Briefe für Kollegiaten von Prem, der immer noch gerne an die Zeit am Kolleg zurückdenkt und das Kolleg am liebsten erneut besuchen würde.

Ich brauche jetzt dringend Schlaf, am Wochenende waren die Nächte leider sehr unruhig, laut und warm. Hier am UTC ist es deutlich kühler, sehr gut für Katrin und mich. Auch unsere Magenprobleme sind fast schon wieder weg.

von Torsten Geiger veröffentlicht in: Indien Community: Indien
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