Sonntag, 8. juni 2008
Katrin
Nach 10 Stunden Fahrt kommen wir 7.40 Uhr pünktlich in Madurai an. Hier holte uns Vincent, einer der YMCA Sekretäre, ab und brachte uns ins Guest Hostel des YMCA. Hier haben wir echt super Zimmer, mit Air Condition, eigenem Bad,... und alles sauber! Und der Samstag sollte weiter so super sein. Nach einer kurzen Rast hatten wir ein sehr, sehr gutes Frühstück: Frischer Toast mit Omlette, Cornflakes mit warmer Milch, frisch gepresster Orangensaft,... und das ganze Wochenende keinen Reis! Am Vormittag schauten wir handicapped children an, Diese sind zwischen 3 – 12 Jahren. Es gibt auch 3 Jahre Schulvorbereitung für schwerhörige Kinder. Das sind drei Klassenstufen und nach der dritten werden sie, soweit es geht, mit in normale Schulen eingegliedert. Wir wurden total loeb mit einer Tradition empfangen. Man bekommt einen Blumenkranz um den Hals, einen gelben Punkt aus Safranpulver auf die Stirn und grobkörnigen Zucker (so eine Art Süßigkeit) zum Essen. Unser Lunch war sehr gut, ein bisschen Western, mit Spagetti und frischem Buttergemüse,... ich habe es wirklich genossen. Danach sind wir in die Schule für Schwerhörige gefahren. Die meisten der 12 Kinder leben dort auch in Hostels. Sie können bis zum 10. Standard Schulabschlüsse machen. Danach können sie ein Skilltraining als Näherin oder Bäcker machen. Auch hier wurden wir wieder mit dieser Tradition empfangen. Zum Glück hatten wir vorher den Punkt abgewaschen. Es ist wirklich toll zu sehen, mit wie viel Liebe die Mitarbeiter, Lehrer,... Ihre Arbeit tun. Im Anschluss hatten wir eine kleine Rast und dann ging es zum YMCA Boys Home. Hier sind 50 Kinder zwischen 3 und 16 Jahren untergebracht, die keine Eltern oder nur einen Elternteil haben. Man hat sofort gemerkt, dass hier auch Frauen arbeiten, denn das Klima war vollkommen anders als im YMCA Street Children Project Bangalore. Hier gibt es eine richtige Tagesstruktur, es wird sich darum gekümmert, dass die Jungs die Schule ordentlich schaffen,... Ich konnte sogar zwei kurze Actionsongs mit ihnen machen und natürlich „uk alele“, das lieben alle Kinder! Außerdem waren wir noch nahe am Boys Home in einer kleinen Village, dort hat der YMCA sozusagen einen Hausaufgaben-Nachhilfe-Service eingerichtet für die Villagekinder, denn ihre Eltern haben meist keine Education und können hier deshalb nicht helfen. Nach sehr leckerem Abendessen war ich mit Torsten noch eine Runde spazieren in der Stadt. Wir durften uns sogar einen Raum teilen. Das Klima hier ist um einiges feuchter und heißer in Bangalore, so war ich heute vier Mal duschen, weil man es sonst nicht ausgehalten hätte. Man war sofort wieder nassgeschwitzt, nachdem man sich abgetrocknet hatte. Shamila wieder zu sehen isst auch super. Wie hat der Generalsekretär so schön gesagt: „Seit sie in Deutschland war, ist sie voll die Western Lady!“

TorstenNachtrag vom 28. Juli (Dieses Mal gleich, ihr musstet lange genug auf den nächsten Eintrag warten!)
Nachdem wir in der Nacht mit dem Zug von Bangalore nach Madurai fuhren (Sleeper Class, deutlich besser als alles, was ich bisher an Reisen in Indien erlebt habe) kamen wir um 7:40 Uhr am Morgen in Madurai an und fuhren mit dem Auto zum YMCA Guest House, wo wir das Wochenende verbringen werden. Die Zimmer sind sehr komfortabel, Klimaanlage und Ventilatoren, das Essen nahezu europäisch. Shamila1, die uns hierher eingeladen hat, weiß eben, was uns Deutsche (und Holländern) gefällt. Das Wochenende verspricht sehr relaxed zu werden, trotz dass wir eigentlich viel Programm haben. Heute haben wir mehrere Projekte des YMCA angeschaut, die Behindertenarbeit ist hier sehr stark und gut vertreten. Es ist schön zu sehen, dass es Bemühungen gibt, körperlich und psychisch Behinderten zu helfen. Außerdem besuchten wir ein Waisenhaus, wo die [behinderten] Kinder Unterricht bekommen. Die soziale Ader im YMCA Madurai ist sehr stark vertreten, unterstützt vom Generalsekretär, der sein Möglichstes versucht, um Geld für die Projekte aufzutreiben.

Abends gingen Katrin und ich noch ein wenig durch die Straßen von Madurai. Die Stadt ist irgendwie doch noch ein Dorf, die Straßen eng und dicht bevölkert. Am Samstag werden wir noch eine Sightseeing- und Shoppingtour machen, um noch ein wenig „Kultur“ aus Madurai mitzubekommen. Aber alles unter dem Motto „Relax first“. So dürften alle Wochenenden verlaufen. Wir fühlen uns unglaublich wohl!

1Shamila ist die zweite Person, die beim Austausch des CVJM Kolleg mit dabei war.

von der_torte veröffentlicht in: Indien Community: Indien
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