in sehr, sehr gutes Frühstück: Frischer Toast mit
Omlette, Cornflakes mit warmer Milch, frisch gepresster Orangensaft,... und das ganze Wochenende keinen Reis! Am Vormittag schauten wir handicapped children an, Diese sind zwischen 3 – 12 Jahren.
Es gibt auch 3 Jahre Schulvorbereitung für schwerhörige Kinder. Das sind drei Klassenstufen und nach der dritten werden sie, soweit es geht, mit in normale Schulen eingegliedert. Wir wurden total
loeb mit einer Tradition empfangen. Man bekommt einen Blumenkranz um den Hals, einen gelben Punkt aus Safranpulver auf die Stirn und grobkörnigen Zucker (so eine Art Süßigkeit) zum Essen. Unser
Lunch war sehr gut, ein bisschen Western, mit Spagetti und frischem Buttergemüse,... ich habe es wirklich genossen. Danach sind wir in die Schule für Schwerhörige gefahren. Die meisten der 12
Kinder leben dort auch in Hostels. Sie können bis zum 10.
Standard Schulabschlüsse machen. Danach
können sie ein Skilltraining als Näherin oder Bäcker machen. Auch hier wurden wir wieder mit dieser Tradition empfangen. Zum Glück hatten wir vorher den Punkt abgewaschen. Es ist wirklich toll zu
sehen, mit wie viel Liebe die Mitarbeiter, Lehrer,... Ihre Arbeit tun. Im Anschluss hatten wir eine kleine Rast und dann ging es zum YMCA Boys Home. Hier sind 50 Kinder zwischen 3 und 16 Jahren
untergebracht, die keine Eltern oder nur einen Elternteil haben. Man hat sofort gemerkt, dass hier auch Frauen arbeiten, denn das Klima war vollkommen anders als im YMCA Street Children Project
Bangalore. Hier gibt es eine richtige Tagesstruktur, es wird sich darum gekümmert, dass die Jungs die Schule ordentlich schaffen,... Ich konnte sogar zwei kurze Actionsongs mit ihnen machen und
natürlich „uk alele“, das lieben alle Kinder! Außerdem waren wir noch nahe am Boys Home in einer kleinen Village, dort hat der YMCA sozusagen einen Hausaufgaben-Nachhilfe-Service eingerichtet für
die Villagekinder, denn ihre Eltern haben meist keine Education und können hier deshalb nicht helfen.
Nach sehr leckerem Abendessen war ich
mit Torsten noch eine Runde spazieren in der Stadt. Wir durften uns sogar einen Raum teilen. Das Klima hier ist um einiges feuchter und heißer in Bangalore, so war ich heute vier Mal duschen, weil
man es sonst nicht ausgehalten hätte. Man war sofort wieder nassgeschwitzt, nachdem man sich abgetrocknet hatte. Shamila wieder zu sehen isst auch super. Wie hat der Generalsekretär so schön
gesagt: „Seit sie in Deutschland war, ist sie voll die Western Lady!“
Morgen in Madurai an und fuhren mit dem Auto zum YMCA
Guest House, wo wir das Wochenende verbringen werden. Die Zimmer sind sehr komfortabel, Klimaanlage und Ventilatoren, das Essen nahezu europäisch. Shamila1, die uns hierher eingeladen hat, weiß eben, was uns Deutsche (und Holländern) gefällt. Das Wochenende verspricht sehr
relaxed zu werden, trotz dass wir eigentlich viel Programm haben. Heute haben wir mehrere Projekte des YMCA angeschaut, die Behindertenarbeit ist hier sehr stark und gut vertreten. Es ist schön zu
sehen, dass es Bemühungen gibt, körperlich und psychisch Behinderten zu helfen. Außerdem besuchten wir ein Waisenhaus, wo die [behinderten] Kinder
Unterricht bekommen. Die soziale Ader im YMCA Madurai ist sehr stark vertreten, unterstützt vom
Generalsekretär, der sein Möglichstes versucht, um Geld für die Projekte aufzutreiben.
Abends gingen Katrin und ich noch ein wenig durch die Straßen von Madurai. Die Stadt ist irgendwie doch noch ein Dorf, die Straßen eng und dicht bevölkert. Am Samstag werden wir noch eine Sightseeing- und Shoppingtour machen, um noch ein wenig „Kultur“ aus Madurai mitzubekommen. Aber alles unter dem Motto „Relax first“. So dürften alle Wochenenden verlaufen. Wir fühlen uns unglaublich wohl!
1Shamila ist die zweite Person, die beim Austausch des CVJM Kolleg mit dabei war.
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