Schon ist der nächste Tag vorbei, so schnell wie in Indien gingen die Tage noch nie vorbei. Hoffentlich ändert sich das wieder, wenn wir in Deutschland sind. Denn eigentlich will ich das Leben auch ein wenig genießen, was hier nur sehr bedingt klappt (aufgrund des vollgepackten Stundenplans).
Zum Stundenplan: Irre, wie man das alles schaffen soll, was die YMCAler machen müssen. Von morgens 6 (oder 5) bis abends 6 ist irgend ein Programm, Schule, Sport, YMCA Studies, Case Studies, Film oder so, und danach ist der Tag noch nicht zu Ende, denn die Assignments sind wirklich, wirklich schwer. In Bibel 1 müssen sie max. 3000 Wörter schreiben und dabei mindestens 10 Bücher zitieren, um die Hausarbeit zu erfüllen. Und das neben all den anderen Hausarbeiten, die erledigt werden müssen. So sitzen sie teilweise bis 3 oder 4 in der Nacht.
Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich Tennis gespielt. Der erste Aufschlag war dementsprechend schlecht, er ging über die angrenzende Mauer weit ins Aus. Nach und nach konnte ich mich verbessern, ab und zu klappte sogar ein Ballwechsel. Es war anstrengend, aber irgendwie toll. Am Abend musste ich einfach mal wieder das Internet zum surfen nutzen. Zudem schrieb ich ein paar Emails nach Hause, um ein Paar Freunden wieder mal zu zeigen, dass wir noch leben und um das aufkommende Heimweh zu stillen.
Die Bibel 1 Einheiten sind immer noch sehr schlecht. Die Evangelien werden im Eiltempo durchgearbeitet, etwa zwei Stunden pro Evangelium. Sehr schlecht, wie man nur so einen Unterricht machen kann! Da vermisse ich durchaus unsere Bibeleinheiten am Kolleg. DA werden wenigstens gut Fakten interessant und einprägsam vermittelt!
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